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Fazit

Zum Glück handelt es sich bei diesen beschriebenen Fällen nur um Einzelfälle. Das SWP-Team hat Kontakt zu mehreren 1000 Betriebsratsgremien. Die Anzahl von Fällen, in denen Arbeitgeber Betriebsräten ein Verhalten vorgeworfen haben, wie es oben beschrieben worden ist, beschränkt sich auf ca. 1 Prozent der Fälle. In den wenigen Fällen, wo Arbeitgeber einem BR-Mitglied angeblich arbeitsvertragswidriges oder sogar strafbares Verhalten vorgeworfen haben, haben sich die Vorwürfe in der Regel nicht bestätigt. In nur etwa fünf Fällen haben wir Kenntnis davon erlangt, dass BR-Mitglieder wirksam wegen Fehlverhaltens gekündigt worden ist.

In aller Regel arbeiten Betriebsräte und Arbeitgeber so zusammen, dass es zu solchen Streitigkeiten überhaupt nicht kommt (vgl. Ergebnisse der SWPStudie). Arbeitgeberanwälte sind in aller Regel zwar konsequente Interessenvertreter, aber verhalten sich gegenüber dem Betriebsrat rechtlich und menschlich einwandfrei. Gleiches gilt für Arbeitgeber (vgl. Ergebnisse der SWP-Studie).

Die von Naujoks beworbenen Tätigkeitsschwerpunkte sind nicht repräsentativ für die Arbeitgeberanwälte. Arbeitgeber haben in aller Regel mit vernünftigen Betriebsräten zu tun und wissen den Wert von Betriebsräten für den Betrieb zu schätzen.

 

Die Diagramme zu allen Fragen können Sie hier in der Übersicht einsehen! >>

Unter Naujoks Berufskollegen regt sich daher natürlich Kritik. Der Berliner Arbeitsrechtler Volker Ratzmann vertritt beispielsweise die Position, dass, falls Naujoks Methoden sich durchsetzten, das uns alle zurück in die Zeiten des Manchester-Kapitalismus katapultiere. Schließlich gehe es Naujoks „weit über die rechtliche Auseinandersetzung hinaus darum, Konfrontationen aufzubauen und den Gegner persönlich zu treffen.“ Dem hat das SWP-Team nicht viel hinzuzufügen. Außer, dass es schade ist, dass in Zeiten, in denen betriebliche Mitbestimmung als gemeinsamer Motor des Unternehmenserfolgs allgemein bei Arbeitgebern anerkannt ist, einige wenige Kollegen mit solchen Methoden arbeiten, die eines inhaltlichen Kommentars nicht wert sind.

Da die Anforderungen an Betriebsräte in Zukunft weiter wachsen werden, hier unsere 10 Punkte-Checkliste, mit der Sie die schlimmsten Fallstricke vermeiden können. Damit Sie kritisch bleiben und sich nicht angreifbar achen:

1. Auf kritische Distanz zum Arbeitgeber achten
das erhält die Unabhängigkeit

2. Nur Mitbestimmungsrechte geltend machen, die auch wirklich bestehen
das macht Sie zum berechenbaren und geachteten Betriebspartner

 

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