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SWP-Buchtipp

Kristof Magnusson:
Das war ich nicht

Jasper Lüdemann ist da, wo er immer hinwollte. Vom Back Office ist er in den Händlersaal der großen Investmentbank in Chicago umgezogen, bei der er arbeitet. Er sitzt jetzt an Desk 3, „Futures und Optionen“. Nun kann er es endlich allen zeigen. Der Preis dafür ist ihm klar: Ein Privatleben wird er zwischen 30 und 40 wohl kaum haben. Die zweite Hauptfigur, Meike, ist Übersetzerin. Sie sucht in Chicago nach Henry LaMarck, „ihrem“ Bestsellerautor, denn sie lebt davon, seine Werke zu übersetzen. Und nun ist er fort und nicht erreichbar. Denn Henry LaMarck ist nach der Party, die sein Verlag anlässlich seines 60. Geburtstags gab, einfach gefl üchtet und untergetaucht. Er hat eine furchtbare Schreibblockade, ist total vereinsamt, aber er hat sich verliebt. In ein Foto eines jungen Bankers, der verzweifelt auf die im freien Fall befindlichen Kurse starrt.

Auch Jasper ist verliebt. Seit er Meike in einem Cafe traf, kann er nur noch an sie denken. Er will ihr imponieren, ihr zeigen wie das in seinem Business geht. Er pfeift auf Kundenvollmachten und kauft riesige Optionen. Um dann erst riesige Gewinne einzufahren. Und dann riesige Verluste. Die Lage scheint hoffnungslos – bis er Henry LaMarck begegnet…

 

Die FAZ ist begeistert vom im Januar erschienenen neuen Roman des deutsch-isländischen Autors Magnusson: Die eigentlich komplett entkoppelten Figuren und Milieus werden zu einer herausragenden und schnellen Story, die der großen Krise, der Kernschmelze des Finanzsystems ein paar komische Seiten abzuringen versteht. Der Plot ist witzig kombiniert, die Figuren sind authentisch. Wie das Leben selbst.

Kristof Magnusson:
Das war ich nicht

Antje Kunstmann Verlag, München 2010
ISBN-10 3888975824
ISBN-13 9783888975820
Gebunden, 288 Seiten
19,90 EUR

   

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