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SWP International:„Von Tschernobyl bis Tschetschenien“ –
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Wer jetzt Mitleid mit den IT-Spezialisten aus dem Westen hat, sollte an die Wanderarbeiter aus der gesamten ehemaligen Sowjetunion denken, die in Russland schuften. Human Rights Watch veröffentlichte vor wenigen Tagen im Februar dazu einen Bericht, wonach Menschenrechtsverletzungen gerade im russischen Bauhauptgewerbe an der Tagesordnung sind. Das Klima gegenüber Migranten ist in Russland ohnehin schon aufgeheizt und die Gewaltbereitschaft hoch, die globale Finanzkrise verschärft diese Zustände. Der 130-seitige Bericht dokumentiert die weit verbreitete Einbehaltung von Löhnen, das Fehlen rechtlich vorgeschriebener Verträge und unsichere Arbeitsbedingungen auf Baustellen in ganz Russland. Oft würden Wanderarbeitern Arbeitsplätze in der Bauindustrie in Russland versprochen, de facto aber werden die Arbeitskräfte an Arbeitgeber vermittelt, die die Pässe einbehalten und die Männer dann zwingen, ohne Lohn zu arbeiten. Wer sich wehrt, wird eingesperrt und geschlagen: Es geht um Zwangsarbeit. Human Rights Watch befragte mehr als 140 Wanderbauarbeiter, die von 2006 bis 2008 in 49 russischen Städten gearbeitet haben. Mehr als 40 Prozent der zwischen vier und neun Millionen Wanderarbeiter in Russland sind in der Bauindustrie tätig.
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