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Bei einer Restrukturierung sollten Alternativkonzepte entwickelt werden, mit denen die Projektziele ebenfalls erreicht werden können. In der Praxis kommt es darauf an, dass tatsächlich mehrere Alternativen geprüft werden und nicht nur eine einzige Variante zur Diskussion steht. Hier lohnt es sich, nachzuhaken. Gegebenenfalls sollte der Betriebsrat eigene Alternativvorschläge skizzieren und ausformulieren. Beim Vergleich mehrerer Konzepte kommt es darauf an, die Annahmen zu hinterfragen, auf denen die einzelnen Szenarien fußen, haben sie doch wesentliche Auswirkungen auf die betriebswirtschaftliche Ergebnisrechnung. Wird etwa bei einer Standortentscheidung ein inländischer Standort mit einem ausländischen Standort verglichen, braucht das zahlreiche Prognosen: etwa die erwartete Entwicklung von Personalkosten oder die zukünftige Belastung durch Steuern und Abgaben. Gleichzeitig müssen Einmalaufwendungen zu Standorterschließung oder die Kosten einer Standortstilllegung bzw. Standortverlagerung überschlagen werden. Darüber hinaus muss die Geschwindigkeit abgeschätzt werden, mit der ein neuer Standort produktiv wird, und welchen Koordinations- und Managementaufwand die Anlaufphase bedeutet. Ist das Restrukturierungskonzept in seinen Eckpunkten plausibel,
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bedarf es eines Umsetzungsfahrplanes: Wann werden welche Maßnahmen umgesetzt, um das Konzept in den Betriebsalltag zu übertragen? Welche internen und externen Ressourcen sind nötig? Hier liegt oft die Schwachstelle von Restrukturierungskonzepten: Die Fahrpläne sind einerseits oft vage und unpräzise – andererseits sind viele Pläne zu optimistisch. Der Bedarf an Zeit und Ressourcen wird unterschätzt. Dank ihrer umfassenden Kenntnis der Arbeitssituation im Betrieb können Betriebsräte Umsetzungspläne realistisch abschätzen und bei Bedarf darauf drängen, dass nur praxistaugliche Pläne verabschiedet werden. Hierzu zählen systematische Ansätze, um den notwendigen Veränderungsprozess zu begleiten: Wie werden Mitarbeiter informiert, wie werden sie auf Anforderungen vorbereitet, wie werden sie für neue Aufgaben qualifiziert und motiviert? Betriebsräte sollten hier auf schlüssige Antworten achten. Sonst ist das Risiko groß, dass das Projekt während der Implementierung Schiffbruch erleidet und zur Dauerbaustelle wird.
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