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Buch-TippIain Levison: „Betriebsbedingt gekündigt“Aus Profitgier verlegt Jake Skrowrans Arbeitgeber seine Fabrik in eine Billiglohnregion. Jake arbeitete in der Warenausgabe. Jetzt lebt er in einer dem Untergang geweihten Stadt, ist arbeitslos, seine Freundin hat ihn verlassen – und natürlich hat er einen Berg Schulden, genau wie alle Leute, die er so kennt. Aber Jake gibt die Hoffnung nicht auf, immer noch glaubt er an sein Stück vom Kuchen des amerikanischen Traums: Arbeitsplatz, Familie und Eigenheim, das muss doch drin sein. Er will unbedingt arbeiten und hat eine Menge Wut im Bauch auf die Welt des Turbokapitalismus, die seine Zukunft schon zerstört zu haben scheint. Man könnte fast meinen, dass hier das richtige Buch zur richtigen Zeit erschienen ist, obgleich es irgendwo in der Prärie in einer undefinierbaren amerikanischen Kleinstadt spielt und von der amerikanischen Kehrseite der Ich-AGs erzählt. Der Protagonist und Ich-Erzähler Jake wird aus der Not heraus Auftragskiller, nachdem Job und Freundin den Bach runtergegangen sind. An den „Job“ kommt er beim Rumhängen im Wettbüro. Dort fragt ihn Chefgangster Ken Gardocki, ob er nicht dessen Ehefrau töten könne. Skrowran leistet ganze Arbeit und wird oberster Auftragskiller. Seine grotesken Aufträge in einem Suburbia irgendwo zwischen Hoffnungslosigkeit und Erbarmungslosigkeit funktionieren als Milieustudie in der Tradition von „Family Guy“, den „Simpsons“ und dem Frühwerk Michael Moores. Das Abnorme, Unglaubliche wird zum Alltag. Zynisch, aber voller Witz und Pointen zieht der Held und Killer wider Willen kaugummikauend und lässig durch die amerikanische „Idylle“.
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Der Roman kann den Leser durchaus das Gruseln lehren. Autor Levison beweist Talent, die Psyche eines Arbeitslosen auf erstaunliche Art und Weise zu durchleuchten. Relativ untypisch für eine amerikanische Geschichte gibt es auch kein astreines Happy-End… Iain Levison Matthes und Seitz Berlin, Berlin 2005
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