Körpersprache – was wir alle sagen,
auch wenn wir nichts sagen
Wie erkennen Sie, dass jemand lügt? Woran sehe ich, dass der Verkäufer
wirklich nicht mehr nachgeben will? Wann macht mein Gegenüber wirklich
dicht, verfällt in eine Blockade-Haltung? Woran sehe ich, dass jemand mit
mir Kontakt aufnehmen will? Was ist Distanzverhalten? Was Revierverhalten?
Genauso wichtig, wie was eine Person sagt, ist, wie sie es sagt. In den
Signalen des Körpers steckt oft mehr Wahrheit als in tausend Worten.
Körpersignale sind ehrlicher, und darum trauen wir ihnen oft im Unterbewusstsein
mehr, als der verbalen Ebene. Körpersprache richtig deuten zu
können, ist also ein großes Kapital fürs geschäftliche Leben. Besonders
bei Verhandlungen aller Art ist das Erfassen der Körpersprache für Methodiker
ein absolutes Muss.
Aber auch Sie selbst können, wenn Sie Ihre Körpersprache besser kontrollieren,
entscheidend an dem Eindruck arbeiten, den Sie bei Ihren Mitmenschen
machen.
Wer etwa in der Firma ein Projekt präsentiert oder ein wichtiges Gespräch
mit dem Chef hat, wird kaum mit einer schlaffen Körperhaltung und den
Händen in den Hosentaschen punkten. Ihre Gestik und Ihre Körperhaltung
sind Ihr Kapital.
Hier ein paar der wichtigsten, goldenen Regeln, sozusagen die „glorreichen
Sieben“:
Achten Sie auf guten Blickkontakt zu Ihrem Gegenüber bzw. Ihrem
Publikum.
Gestikulieren Sie nicht nur mit den Händen. Beeindruckende, richtige
Gestik, kommt aus den Oberarmen, und damit aus dem ganzen Körper.
Wenn der Raum, in dem Sie sprechen und das Publikum größer ist,
dürfen auch Ihre Gesten weiträumiger sein.
Aufrecht stehen ist entscheidend. Und dabei nicht krumm oder verdreht – Nase und Bauchnabel befinden sich auf einer gedachten, senkrechten Linie.
Spannung macht’s: Vermitteln Sie Energie, dadurch, dass Sie stets
unter leichter Spannung stehen, nicht erschlaffen.
Tiefer Atem gibt Ruhe, Kraft und Sicherheit: Durch die Nase einatmen
und durch den Mund wieder aus. Bei Sprechpausen schließen Sie den
Mund – wie Sie sonst aussehen, können Sie sich ja denken.
Wenn Sie sich bewegen müssen, gehen Sie gerade und aufrecht.
Aber achten Sie auf Ihre Schrittlänge. Sie sollten weder trippeln, noch
im Stechschritt daherkommen wie ein Storch im Salat. Ihr Gang sollte
dynamisch wirken – aber nicht zu sehr.