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InterviewBetriebsräte in der Insolvenz:
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Kastner: Schon viel. Als Betriebsrat bekommt man Erfahrung mit Stress- Situationen, das hilft einem persönlich. Und bei den betrieblichen Abläufen behält man eher den Überblick. Bei extremen Schwierigkeiten wie einer Insolvenz geht man schneller rational, emotionsloser an die Dinge ran. SWP: Was sind aus Ihrer Sicht die Besonderheiten einer Betriebsänderung in der Insolvenz gegenüber einer Betriebsänderung außerhalb der Insolvenz? Kastner: In der Insolvenz ist eine Betriebsänderung gravierender. Und die Verhandlungssituation und der Spielraum sehen anders aus. Der Arbeitgeber ist fort, dafür sitzt da der Insolvenzverwalter oder der Investor. Wir hatten zumeist mit einem Insolvenzverwalter zu tun. SWP: Wie würden Sie das Verhältnis zum Insolvenzverwalter als neuem Arbeitgeber und Ansprechpartner beschreiben? Kastner: Der war bemüht, offen und ehrlich zu arbeiten. Klar ging es da auch um ihn selbst. Aber letztlich ist das egal, Hauptsache für den Betrieb kommt etwas Positives raus. Insolvenzverwalter wissen, dass ihre Presse besser ist, wenn sie viele Arbeitsplätze retten. SWP: Was kann der Betriebsrat unter den erschwerten Bedingungen einer Insolvenz bewegen und beeinflussen, wo sehen Sie die Grenzen?
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