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Children of Men (2006)

Was für ein Alptraum eine Welt wäre, in der keine Kinder mehr geboren werden können, schildert Children of Men, schon jetzt ein Klassiker des dystopischen Films, also der düsteren Zukunftsvision. Der bis zur letzten Minute dramatische und immer wieder überraschende Thriller basiert auf einem 1993 erschienenen Roman von P.D. James, in England besonders als Mystery-Autor bekannt. Das durch diverse Krisen verwüstete England des Jahres 2027 ist sein Schauplatz: Die globale Gesellschaft, wie wir sie heute kennen ist durch nukleare Kontamination, ausufernden Terrorismus und politische Zwistigkeiten kaum noch wieder zu erkennen. Migration gilt als Staftat, Flüchtlinge und Asylbewerber werden im United Kingdom in Lagern eingepfercht, in denen sie größtenteils sich selbst überlassen sind und in denen Anarchie herrscht. Das größte Problem der noch überlebenden Menschheit: anhaltende Unfruchtbarkeit, das letzte Baby kam vor zwei Jahrzehnten zur Welt. Die Wissenschaft steht vor einem Rätsel, die Zeit wird knapp. In dieser bedrückenden Zukunft gerät der mit dem Leben fertige Büroangestellte Theo (Clive Owen) in die Mühlen von Terrorismus, Widerstandsbewegung und staatlicher Gewalt. Letztlich liegt es an ihm, die einzige schwangere Frau (Clare-Hope Ashitey als Kee) des Planeten, ein junges Flüchtlingsmädchen aus Afrika zu einer Geheimorganisation zu bringen, die verzweifelt nach einem Mittel gegen die globale Sterilität sucht. Theo, Kee und ihre Verbündeten geraten zwischen die Fronten, werden bald von der Militärpolizei und aufständischen Zuwanderungsbefürwortern gejagt. Eine Achterbahnfahrt durch urbane Schlachtfelder beginnt. Regisseur Alfonso Cuaron und Kameramann Emmanuel Lubezki gelingt das Kunststück, ihr Publikum mit zu nehmen in den Wahnsinn, sie durchs Kreuzfeuer bellender MGs und Mörser stolpern

Spaltenende

zu lassen, so dass man auf dem Sofa zu Hause bei jedem Knall zusammenzuckt. Die Kameraarbeit ist absolut genial, manche Einstellungen sind bis zu zehn Minuten lang, das Objektiv folgt dann den Protagonisten in semi-dokumentarischer Manier durch die Kampfzonen, ähnlich wie ein „Embedded Correspondant“. Die düsteren Abgründe der apokalyptischen Vision werden durch einen feinen Humor zum Teil entkräftet und erträglich gemacht, für den zu einem großen Teil Michael Caine verantwortlich zeichnet, der einen gealterten, politisch linken Umweltaktivisten spielt. Auch wenn Children of Men nur an der Oberfläche des Potenzials kratzen kann, das in so einem Film steckt (hier sei auch Julianne Moore in einer kurzen aber prägnanten Rolle erwähnt), ist das Werk dennoch ein mitreißender, rundum hervorragender Film, der eine erschreckend realistische Vision einer möglichen Zukunft als Konsequenz unserer globalen Fehler im Heute aufzeigt.

 

Darsteller:
Regisseur:
Komponist:
Format:
Clive Owen, Julianne Moore, Chiwetel Ejiofor
Alfonso Cuarón
John Tavener
Dolby, PAL, Special Edition, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Niederländisch
Region:
Bildseitenformat:
Anzahl Disks:
FSK:
Studio:
Spieldauer:
Region 2
16:9
2
Freigegeben ab 16 Jahren
Universal/DVD
106 Minuten

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