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DVD-TippGattaca (DeLuxe Edition 2008)In der nahen High-Tech-Zukunft entscheidet ein Gentest gleich nach der Geburt über das Schicksal der Kinder. Futuristische Biochemie macht es möglich, dass fast alle Eltern sportliche, hochintelligente Superbabies zur Welt bringen. Vincent (Ethan Hawke) aber hat Pech gehabt. Wegen seiner körperlichen Schwächen wird er nie zur Elite gehören, weil seine Eltern auf eine natürliche Geburt statt auf Gen-Nachbesserung setzten. Doch er träumt davon, als Gattaca-Pilot die Galaxis zu erforschen. Gattaca ist das Raumfahrtzentrum, er will unbedingt „da rein“ – doch mit seinem Gen-Profil wird Vincent bestenfalls Raumpfleger statt Raumfahrer. Vincents Freund Jerome (Jude Law) hat beste Gene, ein Unfall hat ihn aber an den Rollstuhl gefesselt. Beide tauschen ihre Identität. Ein riskanter Plan, denn die strengen Sicherheitskontrollen des perfekt organisierten Polizeistaates sind kaum zu umgehen. Bald hat Vincent Verfolger auf den Fersen. Ein spannender Sci-Fi Thriller mit beängstigendem Zukunftsszenario. Ethan Hawke („Reality Bites“, „Alive“) und Uma Thurman („Batman & Robin“, „Pulp Fiction“) in einem brand-gefährlichen Spiel, das durchaus wahr werden könnte. „Gattaca“ ist intelligentes SF-Kino mit einer Aussage, mit sozialkritischer Tendenz, mehr Dystopie als Utopie, ähnlich vielen Science Fiction-Filmen in den 70ern. Als „Gattaca“ 1998 in die Kinos kam, war das bei SF extrem selten. Andrew Niccol hat ein wichtiges Werk des Genres geschaffen, das die Debatte über Genmanipulation, wie wir sie heute führen eine Dekade voraus vorwegnahm. Doch der Film zeigt, im Gegensatz zu manch zeitgenössischem SF-Blockbuster, keine sterilen, CGI-erzeugten Hightech-Oberflächen, sondern blickt in den Menschen hinein. Er zeigt eine Welt, in der die kleinsten Teile eines Menschen, das Innenleben seiner Zellen, seine Biographie diktieren, in der also nicht mehr jeder seines Glückes Schmied ist. Eine entmenschlichte Welt, in der kühle Logik und nackte Zahlen mehr gelten, als menschliche Charaktereigenschaften. Mit feinen Zwischentönen, aber dafür
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umso gelungener feiert der Regisseur den fehlerhaften Menschen. Mit Ausnahme
der von Uma Thurman gespielten Figur sind es die genetisch benachteiligten
Personen, die das zeigen, was sie von der DNA-Elite unterscheidet:
Die Fähigkeit zum Mitleid, zum Mitfühlen mit anderen. Fazit: „Gattaca“ ist
großes SF-Kino mit brillanter Besetzung, intellektuell durchaus fordernd und
ein Film, über den man auch lange nach dem Abspann noch nachdenkt.
Die Mélange aus Sci-Fi, Thriller, Drama und Melodram ist in unterkühlten, durchgestylten Bildern inszeniert. Die geschilderte Welt ist in sich schlüssig, die optischen Verweise auf die 40er Jahre gemahnen nicht ohne Hintersinn an eine Epoche, in der der Totalitarismus noch nicht als überholt galt und in der der perfekte Mensch noch das Gesellschaftsideal von Kommunisten wie Faschisten gleichermaßen war. Gattaca (Deluxe Edition)
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| Darsteller: Regisseur: Komponist: Format: |
Ethan Hawke, Uma Thurman, Jude Law Andrew Niccol Michael Nyman Deluxe Edition, Dolby, PAL, Surround Sound |
| Sprache: | Französisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch(Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1) |
| Untertitel: | Deutsch, Englisch, Arabisch, Französisch, Griechisch, Türkisch |
| Region: Bildseitenformat: FSK: Studio: Spieldauer: |
2 16:9 Freigegeben ab 12 Jahren Sony Pictures Home Entertainment 102 Minuten |
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