SWP magazin

Fazit

Zurück zur Arbeitsrealität in Deutschland: Mobbing ist für viele fast schon so selbstverständlich wie Überstunden. Da das wahre Leben aber keine Soap ist, in der man über Intrigen herzlich lacht und mitfiebert, sagt SWP: Bieten Sie den Mobbern die Stirn! Selbst das Bundesarbeitsgericht hat das Problem Mobbing mit der in dieser Ausgabe besprochenen Entscheidung gewissermaßen anerkannt. Es muss nicht soweit kommen, dass Sie oder ein Kollege von Ihnen in der Arbeitsunfähigkeit endet. Aber: Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden. Informieren Sie sich über Hilfsangebote, springen Sie über Ihren Schatten, und gehen Sie im Ernstfall hin. Es ist wohl überflüssig, zu betonen dass auch SWP Ihnen jederzeit gern unter die Arme greift.

Die wichtigste Maßnahme bei Mobbing ist nicht erst seit dem Fall des Neuromediziners, der im letzten Oktober die obersten Arbeitsrichter unserer Republik beschäftigte, das Führen eines Mobbing-Tagebuchs. Wer gemobbt wird, sollte alles dokumentieren. Und keine falsche Scham vor vermeintlichem
Sammeln schmutziger Wäsche: Schließlich ist es der Gemobbte, dem übel mitgespielt wird!

Wie Sie sehen ist also die weitverbreitete, resignative Haltung, dass gegen Mobbing kein Kraut gewachsen sei, schlicht falsch. Gegen Mobbing gibt es sehr wohl mögliche juristische Schritte. Man muss sie nur gehen wollen – wozu natürlich auch der Schritt gehört, sich einzugestehen: Ich werde hier zum Opfer gemacht. Insofern hat der Kampf gegen Mobbing auch immer mit Bewusstwerdung zu tun. Artikel-Ende

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