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„Psyche im Dauerbeschuss: Die Mobbingfalle“

In der Falle liegen und tot stellen – oder einen Plan austüfteln? SWP-Tipps für Ihren Weg aus dem Psycho-Terror

„Ich bin ein Rennwagen und Du fährst mich im roten Bereich! Ich bin so kurz davor, zu explodieren!“

(Samuel L. Jackson als Jules Winfield in Pulp Fiction)

Sicher, man mag sich darüber streiten, ob Profikiller Jules sich im Tarantino- Kinohit Pulp Fiction von seinem Kollegen Vincent Vega (John Travolta) gemobbt fühlte. Fest steht aber, dass das Verhalten seines Kollegens und die Tatsache, dass er einen Autorücksitz von einer Menge Blut reinigen musste, psychischen Druck bei ihm aufbauten. Aber Scherz beiseite: Geht es um echtes Mobbing sollte jeder Betroffene versuchen, einer solchen Entwicklung vorzubeugen. Helfen kann der Betriebsrat, oder der möglichst frühe Gang zum Fachanwalt für Arbeitsrecht. Daneben können Mobbing- Beratungsstellen persönliche und individuelle Unterstützung im privaten Bereich geben.

 

Sind jedoch schon handfeste Krankheitssymptome da, ist das rbeitsverhältnis
oft nicht mehr zu retten. Das Opfer verlangt dann zu Recht Schadensersatz vom Arbeitgeber. Leider scheitert das oft an der Beweisführung. Denn Mobbing findet meist im Stillen, unter vier Augen statt. Das Dilemma hat die Rechtsprechung erkannt. Das heißt: Sie müssen nicht den Vollbeweis erbringen, es reicht vielmehr aus, wenn Sie einzelne Mobbinghandlungen konkretisiert nach Personen, Datum, Ort und Inhalt der Diskriminierung darstellen. Gelingt eine präzise Darstellung, tritt eine Beweislastumkehr ein. Der Arbeitgeber muss dann beweisen, dass die vom Arbeitnehmer geschilderten Sachverhalte nicht zutreffend sind.

Damit Arbeitnehmer im Streitfall dieser Darlegungslast nachkommen können, sollten sie ein Mobbing-Tagebuch führen, in dem sie die Vorfälle unter Nennung der genannten Kriterien protokollieren. Nur so lassen sich Vorfälle auch noch nach längerer Zeit darlegen.

Das hat im vom BAG im Oktober 2007 entschiedenen Fall (8 AZR 593/06) genauso funktioniert.

Der Kläger war seit 1987 in einem Krankenhaus als Arzt in der Neurochirurgischen Abteilung beschäftigt. Alles war wunderbar, bis ihm 2001 ein neuer Chefarzt vor die Nase gesetzt wurde. Sie ahnen es: Soeben hat der Mobber die Bühne betreten.

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