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Buch-TippGuatemala |
Land, Grundvoraussetzung für die Maya-Kultur, ist in Guatemala Mangelware. Nicht, dass es zu wenig gäbe - doch es liegt zum Großteil in der Hand von Großgrundbesitzern. Dieser Problematik widmet sich ein Schwerpunkt, der besonders auf die Landnutzung der Maya, die Situation zurückgekehrter Flüchtlinge und Frauen eingeht - bereichert durch einen kritischen Blick auf ländliche Entwicklungsprojekte.
Der lebendigen und diskriminierten Maya-Kultur ist der dritte Schwerpunkt gewidmet. Geschrieben von Menschen, die monatelang in Maya-Gemeinschaften gelebt und gearbeitet haben und so einen einzigartigen Einblick in deren Kultur gewinnen konnten. Die Analysen sind fundiert und wissenschaftlich - doch der Blickwinkel ist immer ein solidarischer. Ein Buch für Menschen, die Guatemala kennen lernen und bereisen wollen. Und dabei einen Blick in die Tiefe dieses widersprüchlichen Landes werfen wollen. Taschenbuch, 296 Seiten
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| Guatemala ist bunt, hat wunderschöne Landschaften zu bieten und eine faszinierende Maya-Kultur. Erst auf den zweiten Blick erschließen sich die Widersprüche: Extreme Armut und Landknappheit, die Diskriminierung der Maya und die tägliche Gewalt hinter bunten Fassaden und Stoffen. Und die Wunden, die der 30-Jährigen Krieg zwischen Guerilla und Militär-Regierungen hinterlassen hat.
Die Autoren und Autorinnen dieses Buches haben in Guatemala gelebt und gearbeitet. Bei der Begleitung von Flüchtlingen und Menschen, die Todesdrohungen erhielten, in Entwicklungsprojekten und bei der Erforschung der Maya-Kultur haben sie Guatemala von einer anderen Seite kennen gelernt. Die Beiträge bieten einen wissenschaftlichen, kritischen, oft auch sehr persönlichen Blick auf das Land der Vulkane und der bunten Maya-Trachten. Schwerpunkt Politik: Hat sich der jahrzehntelange Kampf um eine gerechtere Gesellschaft gelohnt? Werden die Friedensverträge umgesetzt? Und: Kann man den Zustand, der in Guatemala herrscht, überhaupt Frieden nennen? Politische Analysen wechseln sich ab mit Berichten von Autoren, die als Wahlbeobachter, als Begleiter von politisch Verfolgten und Flüchtlingen oder als Beobachter der Exhumierung von Massengräbern die politischen Spannungen Guatemalas hautnah erlebt haben.
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