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DVD-TippDas Verhör |
"Das Verhör" beweist, dass es überhaupt keinen Hollywood-Aufwand braucht, um einen extrem spannenden, psychologisch ausgefeilten Film zu drehen. Wer ein Faible für Hitchcock oder originelle und überraschende Kriminalgeschichten hat, kommt hier auf seine Kosten. Das Verhör
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Der reiche Notar Martinaud wird am Sylvesterabend aufs Polizeirevier bestellt. Kommissar Gallien ermittelt im Fall der Ermordung zweier Mädchen, von denen Martinaud eines gefunden hat. Zuerst sieht alles wie eine Routine-Befragung aus. Doch bald sieht sich Martinaud mit Anschuldigungen konfrontiert, die ihn zum Hauptverdächtigen machen. Ausgerechnet seine Frau liefert die Beweise zu seiner Überführung. „Das Verhör“ zeigt meisterhaftes Kammerspiel. Obwohl die Kamera das Büro des Kommissars so gut wie nie verlässt und der Film mit vier Schauspielern auskommt. Mit wenigen, gezielten Rück- und Einblenden führt der Regisseur die Phantasie des Publikums. Natürlich braucht so ein Film eine erstklassige Besetzung. Und die hat er: Michel Serrault als Zyniker Martinaud, Lino Ventura als abgebrühter Kommissar und Guy Marchand als der primitive, nervige Bulle. Romy Schneider, in ihren letzten Lebensjahren oft die tragische Frauenfigur, gibt die verlebte Madame Martinaud perfekt. Der Film gehört zu den größten Klassikern des französischen Kinos der 80er Jahre überhaupt. Für den gut 50 jährigen Michele Serrault bedeutete er den Übergang von der Komödie ins Charakterfach.
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