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Liebe Leserin, lieber Leser, |
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![]() Stephen Sunderdiek |
Wer kennt das nicht? Nach längerer, am Ende gar schwerer Krankheit kommt man zurück an seinen Arbeitsplatz – und denkt an nichts Böses. Man freut sich über die Genesungswünsche, die von allen Seiten auf einen einprasseln, ist froh die Kollegen wiederzusehen. Lächelnd steht der Chef da, klopft einem nach kurzer Begrüßung auf die Schulter und sagt: „Kommen Sie doch mal eben mit in mein Büro.“ Kurz redet man über die Krankheit, was in der Zwischenzeit in der Firma passierte, wo jetzt wieder anzusetzen ist. Meist ist das dann auch alles. Im Normalfall. Es gibt aber auch andere Erlebnisse bei Menschen, die in den Betrieb zurückkehren. Da fragt der Chef nicht nur kurz, um die Form zu wahren oder aus echter Anteilnahme „Wie geht es denn dem Bein?“, um danach zur Tagesordnung überzugehen. Nein, da wird gebohrt, abwechselnd gelobt und gedroht, da wird ins Gewissen geredet (à la „Sie können nicht so lange krank machen, ohne Sie bricht
| hier alles zusammen“), am Ende muss manchmal gar ein Protokoll unterzeichnet werden. Sie ahnen es schon, liebe Betriebsräte: Es geht um die berühmt-berüchtigten Krankenrückkehrgespräche. Fast sind wir versucht, zu schreiben: Jene Unsitte, die sich mehr und mehr ausbreitet. Denn oft dienen solche Gespräche nur dazu, Gründe für spätere mögliche Kündigungen zu eruieren, um sie sich schwarz auf weiß vom Arbeitnehmer quittieren zu lassen. Was können Sie als Betriebsrat tun, wenn solche Gespräche anstehen? Das verrät Ihnen diese Ausgabe unseres SWP-Magazins. Herzlichst, Stephen Sunderdiek |
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| SWP Magazin · Nr. 5 · 2007 Erscheint alle 6 Wochen. Herausgeber: |
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