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Buch-TippThomas Kistner, Ludger Schulze:Die Spielmacher. Strippenzieher und Profiteure im deutschen Fußball
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Frech und immer flüssig, ein Buch, das man gern liest. Die Autoren gehören der "Süddeutschen Zeitung" an. Einzig störend: Einer der Herren veröffentliche bereits ein ganz ähnliches Werk, gewisse Dinge doppeln sich. Auf der anderen Seite liefert die Lektüre viel Material für Verschwörungstheorien und Hintergründe, etwa der Abschnitt über die Entscheidung, dass die WM 2006 in Deutschland ausgetragen wird – was wohl kaum vollkommen regeltreu zu Stande kam. Auch die historischen Kapitel, die den ewigen Streit zwischen Profis und Amateuren thematisieren, sind sehr interessant. Was waren das noch für Zeiten, als noch das runde Leder und nicht das liebe Geld die Geschicke von „König Fußball“ lenkten … Die Spielmacher
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Der Aufstieg begann 1954: Deutschland war wieder wer, und zwar auf dem internationalen Rasen. Was einmal Sport war, wurde zur Weltsicht, einer zentralen Frage der Nationalidentität. An der Entwicklung Franz Beckenbauers - vom echten Kicker-Kaiser zum Salonlöwen in den Chefetagen von Industrie und Politik - zeigen die Autoren ein geheimes Netzwerk der Macht, das den Fußball regiert, und jenseits öffentlichen Einflusses existiert. Coole, berechnende Karrieretypen wie Gerhard Mayer-Vorfelder und Medienmogul Leo Kirch beherrschten das System der leisen Gegenseitigkeit perfekt. Gestalten wie Christoph Daum fügten sich in ihre Strategien. TV und Boulevardpresse liefern den Rausch, um den die Träume des Volkes kreisen.
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