SWP magazin


Lärm, Hitze und Co: Wenn Arbeit zum Extremsport wird

Arbeiten unter erschwerten Bedingungen: Was tun, wenn’s heiß hergeht

„ICH KANN DAS NICHT BEI DIESEM GANZEN VERDAMMTEN LÄRM!!!“

(Der Sheriff von Nottingham in „Robin Hood: König der Diebe“ mit Kevin Costner)

Wir erinnern uns: Den Sheriff von Nottingham (Alan Rickmann) hielt der Radau vor der Türe lediglich davon ab, Lady Marian zu svergewaltigen, die er gerade gegen deren Willen heiraten wollte, während Robin Hood (Kevin Costner) versuchte, sie zu befreien. Was aber, wenn unerträgliche Arbeitsbedingungen Menschen bei ganz harmlosen, unschuldigen Tätigkeiten heimsuchen? Beim täglichen Broterwerb etwa? Dazu sprachen wir mit Rechtsanwalt Stephen Sunderdiek von SWP über extreme Arbeitsbedingungen, Gesetze, sowie die Rolle von Betriebsräten in solchen Zusammenhängen.

SWP-Magazin: „Hallo Herr Sunderdiek, vielen Dank dass Sie sich die Zeit für unser Gespräch genommen haben. Beginnen wir zunächst mit dem Aspekt aus unserer Einleitung – warum ist Lärm so schädlich?“

Stephen Sunderdiek: „Einen guten Tag auch allen Lesern. Lärm geht nicht nur auf die Nerven, er hat physische Auswirkungen. Schall ist objektiv messbar, die Messgröße ist der Schalldruckpegel in Dezibel. Mediziner berichten, dass zu viel Lärm den Hormonhaushalt des Stresshormons Kortisol stören kann, was zu Schlafstörungen, aber auch zu Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Verminderung der Magensekretbildung führen und somit Grund für Magengeschwüre sein kann. Nicht zu vergessen sind natürlich die „klassischen“ Lärmschäden wie Schwerhörigkeit und Tinnitus.“

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