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Buch-RezensionChristiane Schulzki-Haddouti: Datenjagd im Internet. |
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Wer im Internet surft, hinterlässt Spuren. Aus einer Datenspur entsteht schnell ein Nutzerprofil - je detaillierter, desto wertvoller. Die direkte Kundenansprache gilt als Marketingmodell der Zukunft. Schon heute sind die großen Suchmaschinen in einem Werbenetz eingebunden, ohne Nutzer darüber zu informieren. Trotz Datenschutzrichtlinie sind europäische Bürger vor rücksichtslosen Sammelmethoden nicht geschützt. Verständlich und ohne technischen Jargon zeigt die Autorin die wichtigsten Entwicklungen von Datenerhebung und Datenschutz. Sie zeichnet ein genaues Bild der Lage. Komplexe Sachverhalte werden angenehm lesbar dargestellt. Es zeigt sich, dass die im Internet sich ausbreitenden „privatwirtschaftlichen Spionagesysteme“ denen des Staates kaum nachstehen. Beschrieben werden Abwehrmöglichkeiten wie Firewalls, Anonymisierdienste etc.
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Auch wenn das Buch weniger eine Anleitung zum praktischen Selbstschutz ist, weiß der Leser doch nach der Lektüre mehr. Er erfährt zum Beispiel, dass „WAU“ nicht das Bellen eines Hundes bezeichnet, sondern „Webzugriff anonym und unbeobachtbar“, dass „Webbugs“, also „Webkäfer“, keine realen, sondern virtuelle Tierchen sind, die vertrauliche Daten weiterleiten oder ein auf den User zugeschnittenes Werbebanner einblenden können. „Cookies“ sind keine leckeren Kekse, sondern eine Art Erkennungsdienst. Digitale Selbstverteidigung ist angesichts der Horrorszenarien vom „gläsernen Kunden“ ein nicht zu vernachlässigendes Thema. Für User, die sich bis heute wenig bis gar nicht mit dem Thema Datenschutz beschäftigt haben, wird dieses Buch viele neue Informationen enthalten. Rotbuch Verlag, Hamburg 2001 |
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